Dein Goldfischglas

Ein Fisch wächst und entwickelt sich so, wie es ihm sein Lebensraum vorgibt.

Konkret heisst das: wenn der natürliche Lebensraum eines Fisches gross ist und wenige Gefahren und wenige Artgenossen vorhanden sind, wird der Fisch voraussichtlich sich über dem Durchschnitt in der Grösse entwickeln. Weiterlesen

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Fixer Punkt im Moment

Im Alltag funktioniere ich, erledige meine Aufgaben, gehe meinen Verpflichtungen nach, gönne mir was Gutes als Belohnung und mache weiter wie gewohnt. Innehalten und mich bewusst wahrnehmen? Dafür fehlt oft die Zeit. Auch Entscheidungen fälle ich nach der Notwendigkeit im Moment mit einem verhaltenen Blick in die Zukunft. Ich bewege mich zusehends in Lichtgeschwindigkeit in einem System voller Herausforderungen. Ich nehme sie wahr, handle nach meinem Sinn und es gelingt mir sogar, diese zu meistern. Dies hat soweit immer geklappt. Doch fehlt mir etwas. Weiterlesen

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In einem parallelen Universum

In einem parallelen Universum ist mein Leben anders.

In einem parallelem Universum habe ich ein Buch veröffentlicht und schreibe gerade an einem weiteren.

In einem parallelem Universum habe ich die ganze Welt besucht und plane eine neue Reise.

In einem parallelem Universum mache ich gerade Karriere und jette von einer Sitzung zur anderen.

In einem parallelem Universum trage ich gerne hohe Schuhe und esse am Ende gar noch Sushi.

In einem parallelem Universum spreche ich viele Sprachen und lerne noch eine weitere hinzu.

In einem parallelem Universum bin ich Mutter vieler Kinder und mein Leben ist dadurch erfüllt.

In einem parallelem Universum trage ich meine Haare kurz… wohne ich in einer Metropole…  Weiterlesen

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Wo schwankt die Führung?

Wer in eine Führungsrolle hinein-geworfen wird, hat selten die nötige Zeit, sich damit gebührend auseinanderzusetzen. Es kommen eine Menge administrative, organisatorische und strategische Aufgaben auf einen zu. Die eigene Werdung zur Führungskraft wird locker mal zur Seite geschoben mit den immer gleichen Ausreden: „Da werden Sie schon noch reinwachsen.“ Soll das ein Trost oder eine Erklärung sein? Für die nächst höhere Instanz, für die geführten Mitarbeitenden oder gar für die neue Führungskraft? Weiterlesen

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Bedingungslos

Egal was du tust oder wie du es tust – tu es bedingungslos.

Menschliche / soziale Bindungen basieren auf der Reziprozität – kurz für: wie du mir, so ich dir oder wie der Lateiner zu sagen pflegt: quid pro quo. Weiterlesen

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Alles zurück auf Null

Vor einiger Zeit ist mir etwas sehr schlimmes widerfahren. Ich wollte aus der Sache raus, musste mich aber stattdessen damit arrangieren. Es war ein sehr Kräfte zehrendes Erlebnis und ich kam an die alle vorstellbaren und unvorstellbaren Grenzen, die ein Mensch spüren kann: körperlich, intellektuell und emotional. Weiterlesen

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Im Spiegel die eigene Integrität sehen

Hast du dich schon mal gefragt, wie viel Ignoranz du aushalten musst?

Du begegnest Menschen und diese reagieren auf deine Handlungen, wie du es auch tust. Ohne hier auf das Ursachen-Wirkung-Prinzip eingehen zu wollen, besteht doch das Leben aus einem Flickwerk von Begegnungen, die Handlungen, Gedanken und Gefühle zu bewegen vermögen, die du vorher gar nicht für möglich gehalten hättest. Und dann geschieht einmal am Tag – bei manchen auch öfter – der Moment, in dem du dich fragst: “Ist das wirklich wahr? Ist das gerade gesagt / getan worden?” Dass so etwas geschieht, was absolut gegen deine Überzeugungen geht und du am liebsten losschreien willst: “Sag mal, hast du sie noch alle beisammen?!” Dabei meinst du die Sinne, weil du die Tassen im Schrank schon lange für verloren hältst. Kennst du solche Augenblicke? – Ja, klar! Also weiter… Weiterlesen

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Am Zaun des Schrebergartens

Menschen haben einen Hang zur Gestaltung. Manch einer gestaltet seine Wohnung, andere die Freizeit. Die grösste Faszination der Gestaltung bilden die Schrebergärten. In dieser Beschäftigung geben sich Menschen nicht nur ihrem Instinkt hin, sondern es erfordert Intellekt und Intuition zugleich. Es ist die Hingabe an die Freiheit, etwas so zu gestalten, wie man es gern haben möchte – ohne Konventionen, ohne Fremdbestimmung.
Der Schrebergarten als Sinnbild für den Selbstentwurf. Was nun der Schrebergarten mit einem Selbstentwurf zur höchsten persönlichen Entwicklung zu tun hat?
Folgende Parallelen sollen als Denkanstoss zum eigenen Selbstentwurf dienen:
Mit der Gestaltung eines Schrebergartens gibt sich der Mensch der Gestaltung eines ihm zugehörenden oder zugeteilten Stück Erde hin. Was gibt es Bedeutungsvolleres als die Pflege der Erde, auf der man sein darf?
So wie der Mensch mit der Erde umgeht, so geht er mit seinem Boden, sprich seinen Werten um.
Der eine pflanzt Gemüse an, der andere Blumen. Beides darf sein. Sei es der Aspekt, sich selbst zu versorgen oder sich und anderen eine Freude zu bereiten. Wichtig an der Arbeit des Pflanzens und Pflegens ist die Kontemplation. Der Mensch verbringt eine Zeit in seinem Leben damit, sich Gedanken zu machen, was er pflanzen soll, wann das zu geschehen hat, wie er es pflegen wird. Die Pflege des Saatguts ist immer wieder eine Herausforderung, denn niemand weiss, ob die äusseren Einflüsse und Bedingungen förderlich oder hinderlich sein werden. Die Freude und die innere Dankbarkeit mit sich selbst ist gross, wenn die Ernte steht. 
Gelingt die Saat in diesem Jahr, wagt der Mensch etwas mehr. Er wächst persönlich an der Herausforderung und trägt die Ernte seines Gelingens mit Stolz und innerer Erfüllung.
In dieser Arbeit geht der Mensch mit sich selber um. Er folgt seiner inneren Bestimmung, seinen inneren Einstellungen und Werten. Erzählt der Besitzer des Schrebergartens davon, wie er seinen Garten bestellt, dann erzählt er aus seinem Leben. Er begegnet Unwägbarkeiten und meistert diese. Er macht Pläne und setzt diese um. Er gestaltet und pflegt seine Ideen, damit sie wachsen und gedeihen. Er entscheidet und wählt aus. Er lebt mit, für, in und dank seiner Freiheit, seinen Willen ohne Fremdbestimmung umsetzen zu können. 
Die Gestaltung des Gartens ist die Gestaltung des eigenen Lebens.
Dann ist da noch der Bereich um den eigentlichen Garten herum. Der Bereich, der dem Menschen gewidmet ist. Darauf steht eine Kammer in Form eines Hauses, meist eine Bank oder mehrere Stühle. In der Kammer stehen Werkzeuge und Ressourcen, die die gärtnerischen Fähigkeiten des Menschen unterstützen. Damit macht der Mensch seine Ziele wahr. Bänke und Stühle dienen der Kontemplation oder der Geselligkeit; je nachdem wie dem Menschen der Sinn steht. Auch diesem Bereich widmet der Mensch viel Aufmerksamkeit. Es ist der Garten um den Garten. Es ist das Umfeld, aus dem der Mensch sich und seine Ergebnisse betrachten, dankbar sein, sich selber zurücknehmen und neue Pläne schmieden kann. 
Wer sein Umfeld erkennt, kann Abstand nehmen und sich selber betrachten.
Die Grenzen des Schrebergartens sind meist durch Zäune oder natürliche Abschlüsse erkennbar. Die Zugehörigkeit bzw. die Hoheit des Gartens wird durch eine gehisste Fahne bezeichnet. Hier ist der Mensch König. Auf diesem begrenzten Raum gelten seine Regeln der Gestaltung und des Seins. Wer eintreten will, muss um Einlass bitten oder er wird eingeladen. Diese Souveränität und Integrität ist anzuerkennen. 
Im Selbstentwurf gelten Grenzen, die den anderen erkennbar gemacht und von ihnen anerkannt werden. Diese Grenzen gelten auch für den Menschen im Selbstentwurf und dienen ihm, seine Ressourcen in seinem Rahmen der Möglichkeiten einzusetzen. 
Wer seine Ressourcen seinen Möglichkeiten entsprechend einsetzt, erreicht im Selbstentwurf mehr sichtbare und wahrnehmbare Ergebnisse.
Von oben betrachtet erkennt der Beobachter, dass ein friedliches Zusammensein zwischen vielen Nationalitäten bestehen kann. Noch mehr: Freundschaften und Bindungen entstehen und wachsen, Nachbarn helfen einander aus, beschützen einander ungeachtet dessen, was in den Nachrichten erzählt wird.
So wie der Mensch seine Nachbarn respektiert, so wird er selber respektiert. Nur Werte, die der Mensch vorlebt, können erwidert werden.
Schrebergärten erinnern mich ein Stück weit an das Land Utopia, in dem die Regeln für Menschen gemacht werden, die sich selber gestalten wollen. Ich stehe in meiner Tätigkeit als Coach und Supervisorin bei jedem Gespräch am Zaun eines solchen Gartens, bitte um Einlass, um die Beschaffenheit des Bodens zu erspüren, die Ideen und Visionen zu erkennen und die Ressourcen zu entdecken. Am Ende der Begleitung bewundere ich die Ergebnisse wieder vom Zaun aus.
Was gibt es also bedeutungsvolleres, weitreichenderes, herausfordernderes, selbstreflexiveres und vielschichtigeres als den Garten des persönlichen Selbstentwurfes?

Menschen haben einen Hang zur Gestaltung. Manch einer gestaltet seine Wohnung, andere die Freizeit. Die grösste Faszination der Gestaltung bilden die Schrebergärten. In dieser Beschäftigung geben sich Menschen nicht nur ihrem Instinkt hin, sondern es erfordert Intellekt und Intuition zugleich. Es ist die Hingabe an die Freiheit, etwas so zu gestalten, wie man es gern haben möchte – ohne Konventionen, ohne Fremdbestimmung.

Der Schrebergarten als Sinnbild für den Selbstentwurf. Was nun der Schrebergarten mit einem Selbstentwurf zur höchsten persönlichen Entwicklung zu tun hat?

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Tränen unserer Macht

Unvermittelt auftretende Tränen – ohne Grund weinen. Das passiert den wenigsten unter uns. Doch was sind unvermittelte Tränen? Muss den Traurigkeit einen Grund haben? Oder fragen wir uns auch bei unseren glücklichen Stimmungen, wieso wir glücklich sind?

Wir gehen davon aus, dass glücklich sein eine Grundstimmung ist, ein Normal-Zustand, ein Standard. Doch wie so vieles in der Natur ist das ein Spektrum, das von extrem glücklich bis extrem traurig reicht. Am einen Ende lächeln wir unvermittelt und können nicht damit aufhören. Nichts kann unsere Gedanken trüben. Am anderen Ende steckt der Klos im Hals, verhindert das Reden und Denken und Tränen brechen aus uns heraus. Unvermittelt, unkontrolliert, ungewollt. Doch für wen sind sie unvermittelt, unkontrolliert und ungewollt? Und für wen sind sie das, was sie in diesem Moment gerade benötigen? Weiterlesen

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Supervision in der Wirtschaft

Supervision stammt ursprünglich aus dem sozialen Bereich. Dabei werden das eigene Verhalten und der Umgang mit Betroffenen reflektiert, die eigene Arbeitsorganisation optimiert, eigene Hürden aufgedeckt und in der Supervision geschieht die persönliche Abgrenzung zum Arbeitsalltag. Supervision kann einzeln passieren oder in einer Gruppe. Diese Bewegung begann vor einigen Jahrzehnten und heute organisieren sich ausgebildete und erfahrene Supervisoren und Supervisorinnen um Dach- und Berufsverbände, die international agieren und vernetzt sind. Es handelt sich um eine Qualitätssicherung und -entwicklung der eigenen Tätigkeit in den weichen Faktoren oder auf neudeutsch soft skills. Weiterlesen

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Wirkungsvolle Moderation

Henry Ford (1863-1947), amerikanischer Industrieller und Gründer Ford Motor Company sagte:

Zusammenkunft ist ein Anfang

Zusammenhalt ist ein Fortschritt

Zusammenarbeit ist der Erfolg

Ford erkannte früh, dass die Zukunft nicht im Entwicklungslabor Weiterlesen

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Von der Selbstkenntnis berichten

Selbstkenntnis gehört heute als Disziplin in Assessments und Ausbildungen. Authentizität, Reflexion, eigene wie fremde Wahrnehmung und Werte sind Grundpfeiler in der Selbstkenntnis. Muss der Kandidat einen Selbstkenntnisbericht verfassen stellt er sich mitunter folgende Fragen:

  • Wie erstelle ich einen authentischen Bericht?
  • Wie nehme ich Einstellungen und Werte wahr?
  • Wie weit geht Selbstreflexion?
  • Sind meine Entscheidungen richtig oder falsch?

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Die Bitterkeit der Selbstachtung

Während einer Bildreise befand sich eine Klientin ihrem Spiegelbild gegenüber. Um sich zu stärken, trank sie aus einer grünen Phiole mit der Aufschrift Selbstachtung. Ein bitterer Geschmack durchdrang sie. Ihr ganzer Körper zog sich zusammen. Stunden nach unserer Sitzung erreichte mich ein SMS von ihr, dass die Bitterkeit noch anhalte. Sie habe in der heutigen Sitzung die Einsicht gehabt, dass Bewusstsein im Selbst nichts ist ohne Achtung vor dem Selbst. Weiterlesen

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Absichtliche Müdigkeit

Müdigkeit äussert sich bei Menschen auf verschiedene Arten. Die einen fühlen sich zwar müde, aber nicht gezwungen zu schlafen oder sich gar auszuruhen. Sie arbeiten einfach weiter, als wäre nichts. Andere wiederum fühlen sich müde, werden langsamer und träger, gedanklich wie ausführend, wenden sich innerlich ab und beschäftigen sich mehr mit sich selbst als mit der Aussenwelt. Wieder andere schotten sich bei Müdigkeit ab, wollen nicht reden, nicht handeln, nicht denken. Sie schlafen dann, ruhen sich aus, gehen sinnigen wie weniger sinnigen Beschäftigungen nach. Sie lassen auch mal die Seele baumeln. Jedem so, wie ihm der Sinn steht. 

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Wert erkennen, nicht schätzen!

Wir reden von Anerkennung und gleichzeitig reden wir von Wertschätzung. Besser gesagt, wir übernehmen hier das Gedankengut von Abraham Harold Maslow (amerikanischer Psychologe und Mitgründer der humanistischen Psychologie, geb. 1. April 1908, gest. 8. Juni 1970). Mit seiner Bedürfnispyramide hat er unser Denken revolutioniert. Er setzt allerdings voraus, dass der Mensch das nächsthöhere Bedürfnis nicht decken kann, solange es nicht, das vorgängige befriedigt hat. Dies hat heute noch seine Berechtigung. 

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