Supervision in der Wirtschaft

Supervision stammt ursprünglich aus dem sozialen Bereich. Dabei werden das eigene Verhalten und der Umgang mit Betroffenen reflektiert, die eigene Arbeitsorganisation optimiert, eigene Hürden aufgedeckt und in der Supervision geschieht die persönliche Abgrenzung zum Arbeitsalltag. Supervision kann einzeln passieren oder in einer Gruppe. Diese Bewegung begann vor einigen Jahrzehnten und heute organisieren sich ausgebildete und erfahrene Supervisoren und Supervisorinnen um Dach- und Berufsverbände, die international agieren und vernetzt sind. Es handelt sich um eine Qualitätssicherung und -entwicklung der eigenen Tätigkeit in den weichen Faktoren oder auf neudeutsch soft skills.

Wie findet nun die Supervision seinen Weg in die Wirtschaft und welchen Nutzen haben private Unternehmen davon?

Bei Schlagworten wie Umstrukturierung, Krisenmanagement, Burnout und Mobbing wundert es nicht, dass die Abgrenzung vom Berufsalltag zunehmend schwerer fällt.

Auch in Reorganisationen, Fusionen, Laufbahnplanung, Talentprofilierung und Diversity Management finden sich immer mehr externe Berater zugegen, die mit analytischem Geschick und dem Blick für das Wesentliche die systemische Dynamik nutzen und die weichen für künftige Leistungen mit geringem Reibungsverlust legen. Der eigentliche Nutzen für Unternehmen liegt auf der Hand:

  • Während sich die Mitarbeitenden und Vorgesetzten um das Tagesgeschäft kümmern, bleiben oft genug Aspekte aussen vor, die dem Kerngeschäft zwar nicht in direkter Weise zudienen, doch ohne die es absolut nicht ginge – Organisationspflege und Teamentwicklung
  • In Zeiten, in denen Unternehmen die Kernwerte schwer umsetzen können, sind Handlungen und Ziele für Mitarbeitende aus allen Hierarchiestufen schwer nachzuvollziehen und zu verstehen. Der Umgang mit der eigenen Identifikation zum Unternehmen fällt schwer, es folgt entweder der Dienst nach Vorschrift oder das berüchtigte Burnout. – Definition der Handlungsspielräume im Unternehmensleitbild
  • Der Grundzweck eines Unternehmens ist zu wachsen. In welcher Richtung ein Unternehmen wachsen will und wird, darüber werden Abhandlungen geschrieben und mit Zahlen untermauert. Die Organisation dazu besteht aus Menschen, die in erster Linie loyal sind und dennoch eigene Entwicklungsziele haben. Können diese Ziele nicht in der angestammten Organisation erreicht werden, suchen sie sich zwangsläufig und zweifelsohne eine neue Organisation. Diesem Anspruch ist Sorge zu tragen – Talentprofiling, Potenzialerhebung, Team- und Organisationsentwicklung
  • In einer immer komplexer werdenden Gesellschaft stellt sich ein Unternehmen neuen Herausforderungen. Wie geht ein Unternehmen mit unterschiedlichen Ansprüchen, Erwartungen und Gedankengut um? In einer multikulturellen Umgebung kann ein Unternehmen seinen Zweck nur erfüllen, in dem die einzigartigen Eigenschaften aller Beteiligten erkannt, gewürdigt und für das übergeordnete Ziel eingesetzt werden – Diversity Management

Nun: Supervision ist ein breites Feld, das mehr und mehr wächst. Wann ist Ihr Unternehmen mit diesem Thema beschäftigt?



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